Sorgen kann man teilen. 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 Ihr Anruf ist kostenfrei.

Datenschutz

Datenschutz als oberstes Prinzip

Die TelefonSeelsorge-Stellen sind grundsätzlich in katholischer, evangelischer oder ökumenischer Trägerschaft. Zusätzlich zu den datenschutzrechtlichen Bestimmungen von Bund und Ländern gelten deshalb die Bestimmungen des kirchlichen Datenschutzes. Zuständig für dieses Thema sind somit die Datenschutzbeauftragten der örtlichen kirchlichen Träger. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge verpflichten sich, über alles, was ihnen am Telefon anvertraut wurde, Stillschweigen zu bewahren.

Garantierte Anonymität am Telefon

In der TelefonSeelsorge war die Praxis des Datenschutzes in den ersten Jahrzehnten wenig problematisch. Personenbezogene Daten werden nicht geführt, statistische Daten werden ohne Personenbezug registriert und selbst diese Daten werden am Jahresende nach Erstellung der Jahresstatistik vernichtet. Telefonnummern werden auch nicht gespeichert oder im Einzelverbindungsnachweis (EVN) des Anrufers aufgeführt. Denn nach § 89 Abs. 2 Nr. 3a des Telekommunikationsgesetzes (TKG) dürfen Telefonate zu Anschlüssen von Personen, Behörden oder Organisationen, die der anonymen Beratung im sozialen oder kirchlichen Bereich dienen, im Einzelverbindungsnachweis nicht aufgeführt werden. In § 8 Abs. 2 der Telekommunikations-Datenschutzverordnung (TDSV) wird die TelefonSeelsorge sogar ausdrücklich benannt. So wird die unbeobachtbare Kommunikation der TelefonSeelsorge als grundlegende Voraussetzung ihrer Beratungsarbeit rechtlich garantiert. Die amtliche Begründung des Verordnungsgebers konkretisiert, dass Name und Zielnummer der Stelle sowie die Dauer der Verbindung nicht im EVN erscheinen sollte.
Um die höchste Stufe der Unbeobachtbarkeit zu gewährleisten, gibt es seit 01. Juli 1997 die unentgeltlichen Rufnummern, beginnend mit 0800.

Durch die entgeltfreie Verbindung ist gewährleistet, dass ein Anruf bei der TelefonSeelsorge nicht im EVN des Anrufers erscheint. Die anfallenden Gesprächskosten übernimmt die Deutsche Telekom AG als Partner der TelefonSeelsorge. Deutschlandweit wurde außerdem die Übermittlung der Rufnummern der Anrufenden beim Anruf der beiden Telefonseelsorgenummern gesperrt. Es erscheint also in keinem Display der TelefonSeelsorge, von welcher Telefonnummer aus angerufen wird. Garantiert wird das Ausschließen der Übermittlung der Anrufernummern durch § 11 Abs. 2 TDSV. Danach darf bei einer im öffentlichen Kundenverzeichnis entsprechend gekennzeichneten Rufnummer (z.B. ein Pluszeichen vor der Telefonnummer) nur dann die Übermittlung wieder geschaltet werden, sobald die neueste Ausgabe des Telefonbuches ohne dieses Symbol erschienen ist. Die Nummern der TelefonSeelsorge werden deshalb auf den ersten Seiten der Telefonbücher regelmäßig mit diesem Symbol gekennzeichnet, um zu dokumentieren, dass eine Rufnummernübermittlung nicht erfolgt.

Verschlüsselte Beratung im Internet

Die TelefonSeelsorge hat seit 2002 auch ihr Internetangebot datenschutzrechtlich umfassend gesichert. Da der Versand von verschlüsselten Mails sich als zu kompliziert erwiesen hat, verbleibt beim neuen Mailkonzept der gesamte Kontakt auf dem Server der TelefonSeelsorge. Ratsuchende können sich auf dem Server der TelefonSeelsorge anonym einen Account anlegen, ohne ihre E-Mail-Adresse angeben zu müssen.  Die gesamte Kommunikation wird verschlüsselt, wodurch auch die Integrität des Transfers garantiert wird. Das SSL-Zertifikat kann im Browser angezeigt werden und garantiert dadurch die Authentizität der TelefonSeelsorge. Durch eine Firewall werden die Daten vor Zugriff von außen gesichert. Vom Ratsuchenden kann bei Bedarf zusätzlich ein Anonymisierungsdienst genutzt werden wie z.B. JAP, ein Dienst der Technischen Universität Dresden. Diese Technik ermöglicht es, sämtliche Datenspuren (IP-Adresse) zu verwischen und so die Privatsphäre optimal zu schützen. Darüber hinaus hat die TelefonSeelsorge verbindliche Sicherheitsrichtlinien für alle beteiligten Stellen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verabschiedet. Mailkontakte werden nur in einem klar definierten Zeitrahmen aufbewahrt, inaktive Kontakte nach standardisierten Zeiträumen gelöscht.
Die TelefonSeelsorge hat basierend auf dem Sewecom-Standard für sichere Kommunikation im Internet ein umfassendes Sicherheitskonzept realisiert (www.sewecom.de/telefonseelsorge/sicherheitskonzept). Dieses umfasst nicht nur die Technik (Hard-, Software, Netze, Infrastruktur) sondern auch den Datentransfer aller Beratungskontakte, die interne Organisation der TelefonSeelsorge, die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bei Bedarf die Aufklärung der Ratsuchenden zur Sicherung des eigenen Computers.